über HonigKōbō

HonigKōbō ist aus einer stillen Faszination entstanden.
Nicht aus einem Berufswunsch, sondern aus dem Wunsch, genauer hinzusehen.

Honig mochte ich schon immer.
Die Ruhe, Präzision und Eigenständigkeit der Bienen haben mich lange beeindruckt – doch erst später fand ich die Zeit, mich wirklich darauf einzulassen.

Der Weg zur Imkerei

Zu meinem 50. Geburtstag erhielt ich von meinen Eltern zwei Bücher über die Imkerei.
Ich las sie fast ohne Pause.

Am Ende des zweiten Buches war klar:
Jetzt ist der richtige Moment gekommen.

Kurz darauf meldete ich mich im örtlichen Imkerverein zu einem Einsteigerkurs an – gemeinsam mit unserem damals 13-jährigen Sohn Cayo.

Nach dem Kurs begannen wir mit zwei eigenen Völkern im Garten.

Lernen, Beobachten, Verstehen

Mit den Bienen kamen neue Erfahrungen:
geduldiges Beobachten,
ein anderes Verständnis für Jahreszeiten,
und eine besondere Form von Ruhe.

Als unser älterer Sohn später eine Bienenallergie entwickelte, zogen die Völker in benachbarte Schrebergärten um – ein Ort, an dem sie bis heute gute Bedingungen finden.

Mit der Zeit wuchs meine Leidenschaft für die Imkerei.
Aus anfänglicher Neugier wurde eine Tätigkeit, die mich bis heute begleitet und erfüllt.

Eine Verbindung nach Japan

Die Verbindung unserer Familie zu Japan reicht viele Jahre zurück.

Meine Frau und Yuko lernten sich als junge Erwachsene kennen.
Aus dieser Begegnung entstand eine Freundschaft, die über Jahrzehnte gewachsen ist.

Unsere Familien sind eng miteinander verbunden.
Gemeinsame Zeit, Besuche in beiden Ländern und viele kleine Momente prägen diese Beziehung bis heute.

Bei einem Besuch in Saitama nahmen wir einige Gläser unseres eigenen Honigs als Geschenk mit.

Die Reaktion war unerwartet herzlich:
Begeisterung für den klaren, natürlichen Geschmack und die handwerkliche Herstellung.

In diesem Moment entstand der Gedanke, Honig aus kleiner Manufaktur auch Menschen in Japan näherzubringen –
nicht als großes Projekt, sondern als persönliche Verbindung.

Haltung & Handwerk

Auch meine Begeisterung für das Go-Spiel hat meine Sicht auf Imkerei und Honig geprägt.

Go erfordert Geduld, Aufmerksamkeit und den Blick für Zusammenhänge –
Eigenschaften, die sich auch in der Arbeit mit den Bienen wiederfinden.

HonigKōbō folgt diesem Prinzip:

  • kleine Schritte statt schneller Ergebnisse
  • Beobachtung statt Eingriff
  • Respekt vor dem Material

Ich arbeite in kleinen Mengen und schleudere jedes Bienenvolk separat.
Honige werden nicht vermischt und nicht vereinheitlicht.

Unsere Bienen

Die Bienen stehen an ausgewählten Standorten im Rhein-Main-Gebiet –
in Gärten, auf Obstwiesen und in ruhigen Lagen.

Ein Teil des Honigs bleibt immer bei den Völkern.

Imkerei bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen
und Prozesse zu begleiten – nicht sie zu kontrollieren.

HonigKōbō heute

HonigKōbō ist eine Ein-Imker-Manufaktur.
Der Verkauf und Versand der Honige erfolgen über die Egle GmbH.

Die Idee, künftig auch Honige befreundeter Imker vorzustellen, bleibt offen –
vorausgesetzt, sie teilen dieselbe Sorgfalt und Haltung.

Kurz gesagt

HonigKōbō ist aus Zeit, Aufmerksamkeit und Beziehungen entstanden.
Aus dem Wunsch, etwas mit Ruhe zu tun – und es ernst zu nehmen.